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Bewegung als Quelle der Lebensfreude

Körperliche Aktivität ist nicht nur wichtig für die Gesundheit und hat sogar eine positive Auswirkung auf Vorbeugung und Behandlung von solchen Krankheiten wie Krebs, sondern hat auch wichtige psychische und soziale Bezüge. Aber nicht jeder Mensch ist geeignet für eine Sportgruppe, nicht jeder ist motiviert, an den Angeboten in seiner Umgebung teilzunehmen. Was ist dann möglich und sinnvoll? Wie kann man Bewegung zu einem festen Bestandteil Deines Tages machen?

 

Nachdem Du in den letzten Wochen begonnen hast, auf Deine Flüssigkeitsaufnahme und Deine gesunden Frühstücksgewohnheiten zu achten, hoffe ich, dass Du bereits etwas mehr Lebensfreude in Deinem Alltag spürst. Auch wenn es nicht so gut läuft, wie Du es Dir wünschst, vergiss nicht: an manchen Tagen wirst Du erfolgreich sein, an anderen - weniger erfolgreich.  Heute werden wir eine dritte kleine Gewohnheit hinzufügen. Es wird auch Deinen ganzen Tag verbessern, aber wie versprochen, wird es nicht so einfach sein. Steigere Deine Energie durch Bewegung!

 

Laut verschiedenen Studien kann selbst leichtes Training Dein Energieniveau um 20% erhöhen, Körper und Geist stimulieren und Deine Müdigkeit um 65% reduzieren. Wusstest Du, dass Bewegung nicht nur schlank und flexibel macht, sondern auch eine bewährte Technik für das Kopftraining ist? Die wesentlichste Veränderung, die Bewegung bewirkt, ist der Schutzeffekt für Dein Gehirn. Stelle Dir das Gehirn dabei wie einen Muskel vor. Mehrere Studien haben bewiesen: je mehr Du trainierst, desto größer und stärker werden Dein Hippocampus und der präfrontale Cortex. Warum ist das wichtig? Weil der präfrontale Cortex und der Hippocampus am anfälligsten für neurodegenerative Krankheiten und den normalen altersbedingten Abbau kognitiver Fähigkeiten sind. Mit mehr Bewegung im Leben werden Demenz oder Alzheimer zwar nicht geheilt, doch werden damit Hippocampus und präfrontalen Cortex erheblich vergrößert und gestärkt, sodass mehr Zeit bleibt, bis diese Krankheiten tatsächlich Effekte zeigen. Deshalb könnte man Bewegung als ultimative Altersvorsorge für Dein Gehirn bezeichnen. Und das sogar noch kostenlos.

 

Aber von welcher Bewegung sprechen wir? Beginne klein und integriere das Bewegungstraining in Deine bestehende Routine.  Zum Beispiel kannst Du einen Spaziergang durch die Nachbarschaft machen, zu Deine Lieblingsmusik tanzen, eine einfache Yoga-Routine im Haus von Anfang bis Ende durchführen oder ein bisschen die Hanteln schwingen.

Vorbereitung ist Alles

Du hast jetzt genug Flüssigkeit und Nährstoffe, um Dich zu bewegen: wähle eine Übung mit niedriger Intensität und versuche, es für die nächsten paar Tage durchzuführen. Überlege für den nächsten Morgen, was Du gerne tun würdest und los geht's! Aber vergiss diesen Schritt nicht und denk an etwas, das Dir wirklich Spaß machen würde. Wenn Du laufen willst, stelle Deine Schuhe an die Tür. Wenn Du tanzen willst, bereite deine Musikliste vor. Wenn Du Dich für Yoga entscheidest, lege die Matte schon am Tag zuvor aus. Das Wichtigste ist, dass Du den Anfang machst. Du kannst die Intensität Deiner Routine jederzeit nachträglich erhöhen. Was wir im Moment zu erreichen versuchen, sind Mini-Triumphe. Du musst Dich nicht unter Druck setzen, um sich heute eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu holen, heute wird "Erfolg" durch 5 Minuten Bewegung definiert. Die Morgenbewegung gibt Dir den größten Kick für Deinen Tag. Du hast dann bereits Deinen ersten Erfolg! Bald wirst Du diese Morgenaktivität so inspirierend finden, dass Du aus dem Bett springen wirst, um zu Deiner Lieblingsmusik zu tanzen oder spazieren zu gehen. Was für eine wunderbare Art, den Tag zu beginnen - mit kleinen Erfolgen und Zufriedenheit! 

Starte klein

Natürlich kannst Du die Gelegenheit nutzen, die Treppe 10 mal hintereinander auf und ab zu gehen. Du wirst es auch tun. Vielleicht ein- oder zweimal, oder vielleicht hältst Du eine Woche durch. Aber was passiert dann? Die erste Variante: Du wirst ein paar Tage später einen Rückfall erleiden, aus Angst vor diesem Monster, das Dich jeden Morgen erwartet. Die zweite Variante, und das geschieht nach einigen Tagen des Erfolgs, Du erteilst Dir eine so genannte "moralische Lizenz": da Du in den letzten Tagen so erfolgreich warst, verdienst Du es, sich heute mit ein oder zwei Dingen zu verwöhnen. Also denkst Du bei Dir selbst: heute überspringen wir das Training und warum nicht etwas sündigen, indem wir diesen Cookie essen. Jetzt geschieht etwas anderes, was Wissenschaftler den bösen Namen "Was soll's-Effekt" nennen. Sch... drauf, ich habe schon Doughnuts gegessen, nicht trainiert, also lasst uns ein Glas Wein trinken, diese Zigarette rauchen und diesen letzten Doughnut essen! Zu spät. Es wird Wochen dauern, bis der "Was soll's"-Effekt beseitigt ist. Wie kann diese Kettenreaktion vermieden werden? Fang nicht mit großen Schritten an. Wähle eine körperliche Aktivität, die einfach zu handhaben ist. Anstelle von 20 Liegestützen sagst Du einfach, Du machst fünf. Anstatt 20 Minuten zu joggen, entscheidest Du Dich für einen 5-minütigen Spaziergang. Sobald diese Gewohnheiten etabliert sind, kannst Du weiter nach vorne schauen. Sobald man sich Rückzieher erlaubt hat, fängt man wieder an: fünf Liegestützen oder ein Spaziergang im Grünen. Das reicht jetzt!

4 Wege um Bewegung zu Deiner Routine zu machen

Welche Sportarten kannst Du morgens ausüben?

  1. Zuerst solltest Du an Spaß denken: wenn man jeden Morgen mit Musik und tanzen anfängt, was ja auch Sport auf seine eigene Weise ist, ist es toll! Du wirst Spaß haben, während Du Dich bereits morgens bewegst!
  2. Zweitens: Integration. Kannst Du Dein Frühsport in etwas integrieren, das bereits Teil Deiner Morgenroutine ist? Wenn möglich, kannst Du z. B. auf dem Weg zur Arbeit früher aussteigen und den Rest des Weges gehen - jeden Morgen. Die Arbeit ist bereits Teil Deiner täglichen Routine, die Du leicht modifizieren kannst, um Bewegung und Freude hinzuzufügen.
  3. Drittens: starte klein, starte klein, starte sehr klein! Du muss anfangs nicht schwitzen, besonders wenn Du schon lange keinen Sport mehr treibst. Sobald Du erfolgreich bist, kannst Du die Dinge noch früh genug erschweren.
  4. Viertens: einfache Zugänglichkeit. Wenn Du planst, jeden Morgen ins Fitnessstudio zu gehen und das Fitnessstudio ist 1/4 Stunde mit dem Auto von zu Hause entfernt, wirst Du das Leben noch komplizierter machen. Du musst ins Auto steigen, ins Fitnessstudio fahren und das jeden Morgen. All dies erschwert die Eingewöhnung in die Trainingsroutine. Allerdings lasse ich Dich ohne ein paar weitere Trainingsideen nicht allein - und keiner von denen braucht ein Fitnessstudio.

Optionen ohne Fitnessstudio:

  • Mache einen Spaziergang im Freien und hol Dir etwas Licht
  • Tanze zu Deiner Lieblingsmusik
  • Mache leichte Dehnungsübungen
  • Schwinge eine leichte Kurzhantel
  • Versuche Seil zu springen
  • Mache Kniebeugen, Liegestützen und Bauchübungen.

Im nächsten Artikel erzähle ich Dir, wie man seinen inneren Schweinehund noch effizienter bekämpfen kann. In diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren, Experimentieren und Bewegen! 

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