In 7 Schritten zu schönen Beinen

Unsere Venen verdienen einen Orden. Sie arbeiten die ganze Zeit sehr hart. Denn das Blut, das die Arterien vom Herzen in den Körper transportieren, transportiert die Venen zum Herzen. Vor allem die Beinvenen müssen ordentlich was schaffen. Sie wirken der Schwerkraft entgegen unterstützt von Beinmuskulatur und Venenklappen. Diese verhindern, dass Blut in die Beine zurückfließt. Aber Venen halten nicht nur den Blutkreislauf aufrecht. Um eine Überhitzung bei große Wärme zu vermeiden, dehnen sich unsere Venen automatisch aus. Die Oberfläche der Gefäße vergrößert sich dadurch, das Blut und damit der ganze Körper können sich schneller abkühlen.

 

Patienten mit venöser Insuffizienz spüren es besonders im Frühjahr und Sommer. Wird  das Bindegewebe der Beine schwächer, erweitern sich die Venen und die  Venenklappen schließen sich nicht mehr richtig. In den Beinen sammeln sich Blut und Wasser aus dem Gewebe an. Spätestens am Ende eines heißen Tages, wenn wir ruhen, merken die Betroffenen: die Waden sind angespannt, jucken und sind geschwollen. Genau das gilt dann in der Regel auch für die Füße. Solche Beschwerden sollst Du nicht einfach akzeptieren. Dies können Anzeichen einer Venenerkrankung sein - und in Deutschland sind mehr als 20 Millionen Menschen davon betroffen. Der Transport des Blutes wird  gestört, die Venen werden immer mehr ausgedehnt und als Krampfadern sichtbar. Ein Zustand, der  auch zu Schmerzen und weiteren medizinischen Problemen führen kann. Frauen leiden häufiger an Krampfadern als Männer. Die Innenwände der Venen sind dann viel weicher und geschwollen. Das Blut fließt nicht mehr optimal, sondern versackt regelrecht in den Bahnen.

Von Besenreiser zu Krampfadern

In ihrer kleinsten, weitgehend  beschwerdefreien Erscheinungsform werden Krampfadern auch als Besenreiser bezeichnet. Besenreiser erkennt der Experte schon auf den ersten Blick. Sie erinnern an kleine Reisigbesen, daher ihr Name. Diese kleinen Venen befinden sich oberflächlich unter die Haut. In der Regel sind die Außen- und Vorderseite der Oberschenkel, die Außenseite der Unterschenkel und die Kniekehlen betroffen. Viele Frauen tun Besenreiser als kosmetisches Problem ab. Bei Schmerzen sollte der Patient jedoch einen Venenspezialisten aufsuchen und seine Venen mittels Ultraschall untersuchen lassen. Auch Angiologen, d.h. Ärzte mit Schwerpunkt Gefäßerkrankungen, kommen für solche Untersuchungen infrage.

 

Krampfadern (nächste Stadium von Venenerkrankung) - auch  Varizen oder Varikose genannt - sind erweiterte Venen, direkt unter der Hautoberfläche. Der Begriff hat nichts mit "Krampfen" zu tun. Es kommt vom alten deutschen Wort "Krummadern". Krampfadern treten meist an den Unterschenkeln und Füßen auf. Menschen, die davon betroffen sind, können fast immer berichten, dass ein Eltern- oder Großelternteil  ebenfalls von dieser Veränderung betroffen waren. Es handelt sich dabei um eine  Form der vererbten "Bindegewebsschwäche", bei der die Wandschwäche von  oberflächlichen Venen an den Beinen zu einer Erweiterung und einem daraus  resultierenden Funktionsverlust der Venenklappen führt. Der in den Venen  normalerweise von den Füßen zurück zum Herzen gerichtete Blutstrom verläuft in  den Krampfadern der Beine der Schwerkraft gemäß wieder weg vom Herzen in die  Unterschenkel.  In Folge kommt es zu einem Rückfluss des Blutes im Bein. Dieses Blut fehlt  dann im Gehirn: Schwindel ist die Folge.

 

Krampfadern sollten ebenfalls von einem Spezialisten untersucht werden - am besten so schnell wie möglich. Die Stauung und  Druckerhöhung des Blutes in den Unterschenkeln kann zu Komplikationen in form von Thrombosen der oberflächlichen Venen  (sogenannte Venenentzündungen), Krampfaderblutungen oder stauungsbedingte Ernähungsstörungen von Haut und Weichgewebe an Unterschenkel führen, welche  Hautveränderungen durch Verhärtung und bräunliche Pigmenteinlagerungen, aber  auch sogenannte "offene Beine" in form von Unterschenkelgeschwüren bewirken  können.

 

In weiteren Verlauf wird Wasser im Gewebe eingelagert und es entstehen Ödeme. Das Blut staut sich und die Venen werden dicker. Über die Jahre werden Krampfadern zudem immer stärker. Venen dehnen sich aus und werden länger und breiter.

Behandlungsoptionen

Aber so weit werden wir es gar nicht kommen lassen. Was ist zu tun, damit Beschwerden durch  Krampfadern verringert und Komplikationen vermieden werden? Dagegen hilft Bewegung. Steh öfters auf und lauf einfach ein paar Schritte umher, wenn Du auf der Arbeit viel sitzen musst. Lege so oft es geht zwischendurch die Beine hoch. Zum Besenreiser vorbeugen tut das sehr gut. Allgemein gilt für die Beine: besser ist Laufen oder Liegen als Sitzen und Stehen.

 

Im Folgenden zeige ich Dir noch einige Möglichkeiten, die Deinen Beinen gut tun und wenn Du ein wenig Sport und Bewegung in Deinen Alltag integrierst, dann hast Du bereits viel gewonnen. Darüber hinaus solltest Du bei venöser Insuffizienz nicht vergessen, permanent Kompressionsstrümpfe oder Stützstrümpfe zu tragen. Glücklicherweise sehen die meisten Modelle nicht mehr altmodisch aus. Viele Hersteller bieten Varianten in stylischen Farben an. Die Strümpfe drücken die erweiterten Venen von außen zusammen. Venenklappen schließen besser und das Blut kann zurück zum Herzen fließen.

 

Außerdem bei Verschlimmerung sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Anamnese und Erstuntersuchung dauern in der Regel 45 min. und das kann und soll jeder für seine Gesundheit opfern können. In den meisten Fällen kann das Risiko schwerer Komplikationen durch eine geeignete Behandlung deutlich reduziert werden. Zunächst ist eine gründliche Untersuchung erforderlich, um festzustellen, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Varikose handelt. Wird die Diagnose bestätigt, kann die Behandlung beginnen.

 

Reicht diese Kompressionstherapie nicht aus, können Ärzte Krampfadern durch Stripping operativ entfernen. Seit mehr als 100 Jahren ist das Venenstripping bewährt. Dabei werden die betroffenen Venen des oberflächlichen Venensystems durch kleine Hautschnitte herausgezogen. Diese klassische Methode besteht darin, die erkrankten Teile der am stärksten betroffenen großen Stammvene, die von der Leiste bis zum Sprunggelenk reicht, zu entfernen. Aber inzwischen gibt es auch Verfahren, bei denen Krampfadern - wie auch Besenreisern - von innen behandelt werden. Bei der Radiowellentherapie überträgt ein Katheter die Wärme an die Venenwand. Die erkrankte Vene schmilzt sozusagen. Eine weitere Alternative: die Schaum-Sklerotherapie. Ein geschäumtes Medikament gelangt durch eine dünne Nadel oder bei größeren Krampfadern durch einen kleinen Katheter in die Vene. Die behandelte Krampfader löst sich dann auf. In den meisten Fällen übernehmen die Krankenkassen allerdings nur die Kosten für den Strippingverfahren. Trotzdem schadet es nicht nach Alternativen zu fragen. Und für den Fall der Fälle bist Du mit den nachfolgenden Tipps sowieso schon bestens gerüstet.

7 Tipps für schöne Beine

1. Wasser marsch

 

Besonders im Frühjahr und Sommer ein Geschenk des Himmels für Adern: kaltes Wasser! Dusche Deine Beine morgens und abends damit ab. Die Wände der Venen ziehen sich zusammen und werden elastischer. Du solltest auch genügend Wasser trinken - mindestens 2 Liter pro Tag. So lässt man das Blut dünner werden und es fließt und zirkuliert besser.

 

2. Pflanzliche Stoffe

 

Die natürlichen Inhaltsstoffe des Rosskastanienkernextraktes dichten die Venenwände von innen ab und wirken gegen schädliche Substanzen für die Venen im Blut. Die Flüssigkeitsansammlung im Gewebe nimmt in gleicher Weise ab wie das Ödem, die Venen werden besser durchblutet. Die Wirkstoffe reduzieren auch Entzündungen.

 

3. Balaststoffe

 

Sie sind beispielsweise in Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Linsen enthalten und regen die Verdauung an. Und ein gut entleerter Darm übt nicht so viel Druck auf die Gefäße der Beine aus.

 

4. Natürliche Mineralsalz

 

Schüßler Salze gleichen ein gestörtes Mineraliengleichgewicht aus. Dieses Prinzip ist auch bei venösen Problemen von Vorteil. Hier hat sich Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 bewährt.

 

5. Richtig sitzen

 

Auch wenn sich viele von uns daran gewöhnt haben: Kreuze nicht die ganze Zeit die Beine. Weil Du so auf die Venen drückst und sie bei ihrer Arbeit störst. Am besten stelle Deine Füße nebeneinander auf den Boden. Zwischen Ober- und Unterschenkel muss ein rechter Winkel gebildet werden.

 

6. Beine hoch!

 

Du kannst Diene Venen entlasten, indem Du Deine Beine regelmäßig hochhebst. Es wird die Rückführung von Blut in das Herz erleichtern.

 

7. Die richtigen Schuhe

 

Hohe Schuhe mögen toll aussehen (und ich bin ehrlich gesagt ein riesen Fan von), aber der Fuß hat dabei nicht die natürliche Abrollbewegung. Dies wiederum fördert die venöse Muskelpumpe und damit den gesunden Blutrückfluss. Es ist daher besser, flache Schuhe zu tragen und so oft wie möglich barfuß zu gehen.

 

 

 

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